Über was soll ich schreiben?

Nach dem, das mit der Legasthenie geklärt ist, sollte es nun eigentlich los gehen mit dem schreiben. Den einer der Gründe, warum dieses Blog existiert ist, eben auch das ich ein paar Texte veröffentliche. Doch es stellt sich die Frage, über was sollte ich den schreiben. Ich könnte zum Beispiel einfach aus dem Fenster gucken und schildern, was da unten auf der Strasse vor sich geht. Gewiss ist das eine lustige Schreibübung, welche ich so oder etwas abgeändert machen könnte, aber das ist nicht was mich im Moment interessiert. Und wenn auch, für mich ist ein Interesse alleine an eine bestimmte Sache nicht Grund genug, um darüber zu schreiben. Den es gibt viele Sachen, die mich interessieren und ich kann auch mehr darüber erfahren ohne das ich mich vertieft damit auseinandersetzen muss. Und das ist genau die Sache.

Es gibt einen Unterschied zwischen sich für etwas interessieren und sich mit etwas beschäftigen. Ein Interesse, ist etwas das man hat. Es ist sozusagen eine gewisse Neugierde an einer Sache. So ein Interesse kann schwanken, kann zunehmen, abnehmen, für eine gewisse Zeit anhalten und auch wieder verschwinden. Sich mit einer Sache oder Thema zu beschäftigen ist hingegen eine Aktivität und benötigt eine gewisse Zeit und Aufmerksamkeit. Sicher ist es eine wichtige Voraussetzung ein Interesse an einer Sache oder Thema zu haben, damit man sich damit beschäftigt. Aber weil die Zeit, die man hat, relativ beschränkt ist, beschäftigt man sich nicht mit so vielen Dingen wie einem eventuell interessieren. Die Frage ist also, mit was man sich wirklich beschäftigen und auseinandersetzen möchte und nicht nur was einem interessiert.

Nun aber zurück zum Schreiben. Schreiben ist eine prima Methode sich mit etwas auseinanderzusetzen, weil man quasi gezwungen ist, Satz für Satz, Abschnitt für Abschnitt, die eigenen Gedanken in einer linearen Form in einen Zusammenhang zubringen. Das Tolle und Interessante daran ist, dass man dadurch ein besseres Verständnis mit der beschäftigten Sache erlangt. Diese Art von schriftlichem Nachdenken ist genau das, was mich interessiert da es gegenüber dem eher sprunghaften Denken den Vorteil bringt, sich vertieft sich mit einer Sache, zwecks persönlicher Erkenntnis gewinn, auseinanderzusetzen. Dieser Erkenntnis gewinn muss natürlich nicht der Weisheit letzter Schluss sein, sondern kann eher als Anfang gesehen werden für eine weitere Auseinandersetzung mit einem Thema.

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